zu 1 - Wo geht der Abraum hin ?
Der Abraum oder auch das durch die TBM abgebautes Material genannt, wird durch die Separierungsanlage aufbereitet und per LKW weggefahren und in Tagebau verfüllt.
Der Aushub der Stationen wird ebenfalls per LKW abtransportiert und auf einer Erdstoffdeponie eingebaut.
Bilder Transport zur Erdstoffdeponie - 26.01.2007
zu 2 - Wie wird der Beton eingebaut ?
Der Tunnel wird nicht mit Frischbeton sondern mit Fertigteilen, sogenannten Tübbings ausgekleidet. Informationen zur Tübbingherstellung finden Sie hier, sowie zum Einbau der Tübbings hier.
zu 3 - Sprengt Ihr ?
NEIN !
zu 4 - Warum fährt die Maschine am Bahnhof nicht zurück ?
Möglich wäre dies. Es ist jedoch finanziell wesentlich günstiger am Bayerischen Bahnhof neu zu starten. Der erste Tunnel kann danach ausgebaut werden. Dies verkürzt die Bauzeit.
Außerdem ist die Maschine und die Infrastruktur nicht darauf angepasst.
zu 5 - Was ist mit den Fliegerbomben ?
Es ist relativ unwahrscheinlich, in 15-20m tiefe auf Fliegerbomben zu stoßen.
zu 6 - Wieviele Leute Arbeiten auf der Maschine ?
Auf der Maschine arbeiten ca. 5 Arbeiter. Außerdem werden noch Arbeiter in der Separieranlage sowie bei der Verlagung der Tübbings benötigt.
zu 7 - Wie funktioniert die Maschine ?
Lesen Sie dazu auf dieser Seite mehr.
zu 8 - Was macht ihr mit den Findlingen ?
Die Maschine ist auf den Leipziger Boden angepasst. Dazu wurde das Schneidrad mit Diskenmeiseln ausgestattet. Diese Spalten unter einer hohen Druckkraft Teile des Findlings nach und nach ab.
zu 9 - Hört man den Bohrer ?
NEIN ! Da nicht durch Hartgestein gefahren wird, ist der Bohrer nicht zu hören.
zu 10 - Wie lang ist der Tunnel ?
Der Tunnel, der durch die TBM aufgefahren wird ist 1.438m.
zu 11 - Wo kommt der Bahnhof hin ?
Diese Frage wurde zur Tunneltaufe am Bayerischen Bahnhof in der Startbaugrube gestellt.
Die Startbaugrube ist zugleich vorderer Teil der Station Bayerischer Bahnhof.
zu 12 - Was passiert, wenn die Maschine still steht ?
Die Maschine kann einige Zeit stillstehen, z.B. wenn ein Tübbingring eingebaut wird oder Wartungsarbeiten notwendig sind.
zu 13 - Was wird eigentlich mit Leonie, wenn der Tunnel fertig ist ?
Da die meisten Teile Sonderanfertigungen sind und die Verschleißbeanspruchten Teile nicht wiederverwendet werden können, wird diese Teile verschrottet. Teile die wiederverwendet werden können, werden in andere Tunnelbohrmaschienen eingebaut.
zu 14 - Ist es möglich Teile der Maschine im Tunnel austauschen ?
JA ! Alle Stark Verschleiß beanspruchten Teile sind austauschbar. Dazu sind einige Elemente, z.B. am Schneidrad mit Verschleißerkennungsteilen ausgestattet.
zu 15 - Was passiert, wenn der Tunnel hinter Leonie einbricht?
Der Tunnel kann nicht einbrechen, da die Tübbingelemente den Lasten im Untergrund angepasst sind.
zu 16 - Wozu wurden die blauen Rohre verlegt? Wo wird das Wasser hingepumpt?
Die Blauen Rohre werden zum Abtransport des abgepumpten Grundwassers aus den Stationen verwendet. Weitere Aufgabe der Rohre ist es, bei Wassereinbruch Wasser in die Station pumpen zu können um einen Gegendruck zu erzeugen.
Alle Rohrleitungen enden im Pleißemühlgraben der durch die Stadt verläuft.
zu 17 - Was hat es mit der Vereisung am Marktplatz auf sich?
Die Vereisung am Markt schützt den Aushub im Südteil der Station, da dort Versorgungsleitungen die Station queren und keine Schlitzwände erstellt werden konnten, wird Die Lücke wird mit Spritzbeton ausgefüllt.
zu 18 - Kann man die im Abbaumaterial enthaltene Braunkohle verwerten?
NEIN !
zu 19 - Wieso kann man mit den 1,80m breiten Tübbingsteinen Kurven fahren ?
E-Mail Frage: Mir ist aufgefallen, dass der Tunnel hier und da auch mal einen Bogen macht. Dazu müssten die Tübbinge ja speziell für die Biegung angefertigt worden sein, da sonst auf der Außenseite der Biegung ein Spalt zwischen den Tübbingringen entstehen würde. Das bedeutet aber dann wiederum, dass die Ringe und Segmente genau durchnummeriert sein müssen damit man auch dort ankommt wo man hin möchte.
Die Antwort: Die Tübbings sind nur in der Achse des Schlussteins 1,80m breit. Rechtwinklig durch den Mittelpunkt sind Sie auf der einen Seite 27mm breiter und auf der anderen Seite 27mm kürzer, so dass sich eine Konizität von 54mm ergibt. Durch drehen der Ringe um jeweils einen Stein können somit vertikale und horizontale Kurven gefahren werden, so dass der Tunnel dicht bleibt.
Weiter Informationen siehe Tübbingproduktion
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