Fanseite City-Tunnel Leipzig
erstellt von Frank Eritt
Montag, 25.09.2017
 

Ost-West Tunnel Leipzig

 

Allgemeines zum Ost-West Tunnel Leipzig

Der Leipziger City-Tunnel ist seit drei Jahren in Betrieb und ich erhalte immer wieder Zuschriften, die einen weiteren Tunnel in Ost – West Richtung anregen. Nach der ersten öffentlichen Diskussion wie man dem nahenden Verkehrskollaps in der Stadt Leipzig begegnen kann, möchte ich die zweite Tunnelvariante öffentlich anzustoßen und die Stadt Leipzig bitten eine Trassenfreihaltung untersuchen zu lassen um diese im Flächennutzungsplan festzuschreiben.

Bisher sind hier keine Erweiterungen des S-Bahn Netzes seitens der Stadt Leipzig im Flächennutzungsplan vorgesehen. Einzige Außnahme bildet hier die Verbindungskurve Markranstädt - Grünau (Kulkwitzer Kurve).

City-Tunnel Station Markt mit normalem Fahrgastbetrieb

Historie:

Ein Ost-West Tunnel wurde zur Olympiabewerbung zuerst aufgeworfen. Diese sollte von Plagwitz aus in Richtung Sportforum verlaufen und dann östlich der Bahnhofshalle in das Bahnhofsvorfeld einmünden. Leider wurde Olympia in London ausgetragen, so dass der Tunnel zu den Akten gelegt wurde. Aber auch zum jetzigen Zeitpunkt kann man sagen, dass ein Ost-West Tunnel durchaus sinnvoll wäre. Abgesehen von einer vorher zu führenden Variantenuntersuchung und der Abwägung aller Vor- und Nachteile ergeben sich folgende sinnvolle Möglichkeiten:

  • Nordvariante: Plagwitz – Lindenau – Hauptbahnhof – Ost
  • Südvariante: Plagwitz – Lindenau – Hauptbahnhof – Reudnitz - Anger-Crottendorf

Ein Verknüpfungspunkt würde den Tunnel am Hauptbahnhof mit dem City-Tunnel verbinden. Die Querung des City-Tunnel wäre jedoch nur unter diesem möglich, was zur Folge hat, daß hier der Tunnel seinen tiefsten Punkt erreicht.

Mögliche Linienführung

Ein Tunnel würde sich jedoch nur lohnen, wenn die durchfahrenden Linien auch genug Fahrgäste mitbringen. So würden sich folgende Linien nahelegen:

  • Markkleeberg Mitte – Cospudener See – Leipzig Dieskauer Straße – Leipzig-Plagwitz – Ost-West-Tunnel – Leipzig Ost – Leipzig Engelsdorf – Wurzen (Die Strecke nach Wurzen erfolgt im Tausch mit der jetzigen Trassenführung der S4, die von Leipzig-Anger-Crottendorf kommend in Richtung Leipzig-Torgauer Straße führt und dort endet und mit der S4 verknüpft wird.
  • Gera – Zeitz – Pegau – Leipzig-Knautkleeberg – Leipzig Großzschocher – Leipzig Kleinzschocher – Leipzig-Plagwitz – Ost-West-Tunnel – Leipzig OST – Leipzig-Engelsdorf – Borsdorf – Grimma (Elektrifizierung fehlt derzeit teilweise)
  • Markranstädt – Miltitzer Allee – Leipzig-Plagwitz – Ost-West-Tunnel – Liebertwolkwitz – Chemnitz (Elektrifizierung fehlt derzeit teilweise)

Würden diese 3 Linien in der Hauptzeit im 30 Minutentakt verkehren, würde dies einem 10 Minutentakt entsprechen. Zudem wären eingekürzte Verbindungen denkbar, welche zwischen Plagwitz und Engelsdorf pendeln. Zu Großereignissen könnte man den Takt entsprechend verdichten, um die Besucher schneller nach Hause zu bringen.

Details zu einem Ost–West –Tunnel

Die Trassenführung der Nordtunnels beginnt am Bahnhof Plagwitz und endet in Leipzig Ost mit einer Gesamtlänge von ca. 7 km. In Plagwitz zweigt die Trasse nach Nordwesten ab, um die Engertstraße mit einer Brücke zu queren. Anschließend taucht die Trasse ab und ist nach ca. 500 m im Tunnel verschwunden. Das Tunnelportal würde sich im Park hinter der Endersstraße befinden. Nach ca. 640 m erreicht der Tunnel die Station Lindenauer Markt. Anschließend verläuft der Tunnel 1.400 m parallel der Jahnallee bis zur Arena, wo ein weiterer Haltepunkt mit zwei Inselbahnsteigen entsteht. Anschließend geht es weiter geradeaus durch den Ranstädter Steinweg zum Hauptbahnhof mit 1.750 m. Am Hauptbahnhof ist die Querung des City-Tunnel nur in Höhe der Richard-Wagner Straße sinnvoll möglich. Hier müsste auch die neue Station errichtet werden, die dann einen direkten Übergang zum City-Tunnel erhält. Im weiteren nördlichen Verlauf zweigt der Tunnel in Richtung Nordosten ab und verläuft parallel der Rosa-Luxemburg-Straße. Nach 1060 m quert der Tunnel den Friedrich-List-Platz und erreicht sein Tunnelportal. Anschließend verläuft die Trasse gerade aus weiter in das Gleisvorfeld in Richtung Leipzig Ost. Im südlichen Verlauf geht es 1.200 m weiter in Richtung Gerichtsweg und nach weiteren 750 m erreicht der Tunnel den Haltepunkt Riebeckstraße und das Tunnelportal. Nun geht es die Rampe hinauf zum bestehenden Haltepunkt Anger-Crottendorf.

Zusammenfassung

Diese Ausführungen sollen diese Generation dazu anregen über eine sinnvolle Erweiterung des S-Bahn Netzes nachzudenken. Vielleicht mit einem zweiten Tunnel in Ost-West-Richtung? Dass die Stadt dazu noch wachsen muss ist klar. Der ÖPNV muss attraktiv sein! In einer wachsenden Stadt sollten Tunnellösungen trotz Realisierung in vielleicht 30 oder 40 Jahren schon jetzt in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden, um eine Trassenfreihaltung zu erreichen. Heute kosten diese Festlegungen nicht viel, aber später können diese Millionen einsparen.

Übersichtskarte

Aufgestellt Frank Eritt Dez. 2016

Bilder und Text Frank Eritt - letzte Änderung 28.12.2016 - 15:12